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www.slsq.com Geoff Nuttall, violine Scott St. John, violine Lesley Robertson, viola Christopher Costanza, violoncello Das St.Lawrence String Quartet (SLSQ) zählt zu den allerbesten Kammermusikensembles seiner Generation. Seine Zielsetzung ist es, dem Publikum jedes Musikstück in farbiger, lebendiger Gestalt vorzuführen, wobei die Kommunikation und die Zusammenarbeit der Musiker und ihre Achtung gegenüber dem Komponisten vorrangig bleiben. Seitdem das St. Lawrence Quartett den Banff International String Quartet-Wettbewerb und die Young Concert Artists International Auditions im Jahre 1992 gewonnen hat, erfreute es das Publikum durch seine beschwingten, leidenschaftlichen und dynamischen Auftritte. Alex Ross vom New Yorker Magazine schreibt: „Die St. Lawrence sind beeindruckend, nicht nur wegen der Qualität ihrer beflügelten Musikschaffung, sondern auch für die Freude, die sie beim Prozess des Zusammenspielens zeigen.“
Das SLSQ bejubelt seine 20. Geburtstagsfeier mit einer neuen Aufnahme von Haydn und Dvoráks Quartetten, die in Partnerschaft mit der innovativen Gesellschaft ArtistShare.com hervorgebracht wird. ArtistShare bietet den Künstlern die Möglichkeit, ein bahnbrechendes Aufnahmeprojekt entscheidend in die Wege zu leiten: Die Musiker behalten vollkommene schöpferische Kontrolle, treten direkt in Kontakt mit ihren Fans und bieten ihnen die Möglichkeit, das Projekt von seinen Anfängen bis zu seiner Aufgereiftheit mitzuerleben sowie daran Teil zu nehmen, vom freien Herunterladen bis zu den verschiedenen Mitgliedschaftsstufen.
Die vier Mitglieder des Quartetts führen in ihren Konzerten meistens traditionelles Quartettrepertoire vor, aber sie engagieren sich eifrig dafür, die Werke der Gegenwartskomponisten aufzuführen und sie bekannt zu machen. In dieser Saison treten sie mit neuen Werken von John Adams und Osvaldo Golijov auf. Adams hat sein „Stringquartett“ (in Auftrag gegeben auch von „The Juilliard School“, „Stanford Lively Arts“, und „The Banff Centre“) ausdrücklich für die Mitglieder des St. Lawrence Quartetts verfasst, die das Werk im Januar 2009 an Juilliard uraufgeführt haben. Golijov’s bevorstehendes Neuwerk (in Auftrag gegeben von „Stanford Lively Arts“) soll voraussichtlich dank der früheren erfolgreichen Zusammenarbeit Aufsehen erregen, eine Zusammenarbeit, die ihren Höhepunkt 2002 mit der zweimal für den Grammy nominierten SLSQ-Aufnahme des Komponisten Yiddishbbuk (EMI) erreicht hat. Das Quartet hat seine Anerkennung gegenüber einer Reihe von kanadischen Komponisten durch fünf neue Stringquartetten geäußert, die sie in ihren Heimatländern aufgeführt haben. Das St.Lawrence arbeitet mit zahlreichen anderen Komponisten wie R. Murray Schafer, Christos Hatzis, Jonathan Berger, Ka Nin Chan, Roberto Sierra und Mark Applebaum.
Das SLSQ hat sich an zahlreichen schöpferischen Koproduktionen beteiligt, einschließlich der Projekte mit den bekannten „Pilobolus Dance Theatre“ und „The Emerson Quartet“. 2007 hat sich das Quartett der Sopransängerin Heidi Grant Murphy und dem Klavierspieler Kevin Murphy angeschlossen, um Roberto Sierras "Songs from the Diaspora" uraufzuführen – ein Auftrag des Music Accord Konsortiums. Das SLSQ hat auch R. Murray Shafers Konzert für Quartett und Orchester "4-40" mit Peter Oundjian und der Toronto Symphony, Emmanuel Villaume und dem Spoleto Festival Orchester, und Yuli Turovsky mit I Musici Montreal aufgeführt.
Da sie das Privileg haben durften, mit den Stringquartetten Emerson, Tokyo und Juilliard zu studieren, sind die Mitglieder des St. Lawrence Quartetts auch leidenschaftliche Pädagogen. Seit 1998 haben sie eine Anstellung als Gastensemble („Ensemble in Residence“) an Stanford University inne. Dieser Aufenthalt betrifft die Betreuung der Studenten der Musik sowie eine ausführliche Zusammenarbeit mit anderen Fakultäten und Abteilungen, die Musik als ihren Ausgangspunkt für die Entdeckung unzähliger anderen Fragestellungen in Beschlag nehmen. Die Leidenschaft der vier Quartettmitglieder mit der sie die Eröffnung der Musikbühne für Musizierende und Zuhörer betreiben, lässt sich am Sommerkammermusikseminar erkennen, das sie jedes Jahr an Stanford anbieten sowie an zahlreichen Streifzügen durch die tiefen Sinnzusammenhänge der Musik, die der hervorragende Musikpädagoge Robert Kapilow unternimmt. Der Violenspieler Lesley Robertson ist Mitglied des Quartetts seit seinen Anfängen und kommt ursprünglich aus Edmonton Alberta. Der Cellist Christopher Constanza stammt aus Utica, NY und hat sich dem Quartett im Jahre 2004 angeschlossen. Die Violinisten Geoff Nuttall und Scott St. John sind in London Ontario aufgewachsen; Geoff ist Mitbegründer des Quartetts und Scott schloss sich ihm 2006 an. Sie wechseln untereinander die Rolle der ersten Geige, bestimmend ist dabei das jeweilige Konzertrepertoire. Alle vier Quartettmitglieder leben und unterrichten an der schönen Universität Stanford in Kalifornien.
Das SLSQ engagieren sich dafür, die Musik in die weniger traditionellen Räumlichkeiten außerhalb des Unterrichts- oder des Konzertraums zu tragen. Unabhängig von der Räumlichkeit, wo sie auftreten, haben sich die St.Lawrence-Musiker zum Ziel gesetzt, die Wunder der Kammermusik mit ihren Zuhörern mitzuerleben – eine Eigentümlichkeit des Quartetts, die sie zu einem informelleren Aufführungsstil geführt hat, welcher für ein Kammermusikquartett als etwas unüblich betrachtet werden kann. “Führe jedes Konzert so auf, als wäre es dein letztes; jeden Satz, als wäre er das Wichtigste, das du je gesagt hast“ sagt Geoff Nuttall. „Erinnere dich daran, dass der einzige Grund für deine Aufführung der ist, die Menschen zum Weinen, zum Schwitzen und zum Schaudern zu bewegen und ihnen jenes unglaubliche Gefühl der vor deinen Augen sich entwickelnden Schöpfung zu verleihen. Das ist der Grund, warum wir alle spielen. Alles andere ist sinnlos.“
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